Mehr Aufmerksamkeit! Gegen Gewalt an Frauen!
Das fordern die Thüringer Heilberufe.
Gewalt gegen Frauen findet mitten in unserer Gesellschaft statt. Sie kennt keine Altersgrenzen, keine sozialen Schichten und keine Berufsgruppen. Für viele Betroffene sind Ärztinnen und Ärzte, Apothekerinnen und Apotheker, Zahnärztinnen und Zahnärzte sowie weitere Angehörige der Heilberufe oft die ersten Menschen außerhalb ihres persönlichen Umfeldes, denen sie begegnen. Damit kommt den Heilberufen eine besondere Verantwortung zu: Sie können Warnsignale erkennen, sensibel nachfragen und den Weg zu Unterstützung und Schutz eröffnen.
Doch diese Verantwortung endet nicht an der Tür der Praxis, Apotheke oder Klinik. Frauen sind in den Gesundheitsberufen überdurchschnittlich vertreten. Deshalb müssen Gesundheitseinrichtungen Orte sein, an denen Betroffene Unterstützung erfahren – als Patientinnen ebenso wie als Mitarbeiterinnen.
Mit ihrer gemeinsamen Veranstaltung anlässlich des Internationalen Tages zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen möchten die Thüringer Heilberufe ein deutliches Zeichen setzen. Sie wollen sensibilisieren, Wissen vermitteln, den interprofessionellen Austausch fördern und Handlungssicherheit schaffen. Denn nur wer Gewalt erkennt, kann helfen. Nur wer hinschaut, kann Veränderungen anstoßen.
Die Kombination aus Podiumsdiskussion und praxisnaher Fortbildung bietet die Möglichkeit, das Thema aus unterschiedlichen Perspektiven zu beleuchten: aus der täglichen Arbeit der Heilberufe, aus Sicht von Politik und Hilfesystemen sowie anhand konkreter Handlungsempfehlungen für den Berufsalltag.
Zu diesem Thema findet am Sitz der Landesapothekerkammer Thüringen am 24.11.2026 von 13:00 Uhr bis 17:00 Uhr im Thüringer Apothekerhaus „J.B. Trommsdorff“ in Erfurt eine Veranstaltung statt, die sich an eine breite Öffentlichkeit wendet, und die auch vom Landesverband der Freien Berufe Thüringen e.V. unterstützt wird.
Nähere Informationen entnehmen Sie gerne dem Flyer zur Aktion der Thüringer Heilberufe.

